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Definition Neue Medien

Informationsträger, die auf digitaler Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) basieren, werden als neue Medien bezeichnet. Heute wird der Begriff Internet häufig als Synonym für Neue Medien verwendet, obwohl das Internet nur eine mögliche Ausprägung von Neuen Medien ist. 

Eigenschaften neuer Medien

Neue Medien sind selbst aktiver Informationsträger (Medium ist selbst Agent), können mit anderen Agenten interagieren (Interaktivität), sind multimedial, sind orts- und zeitlos und daher vernetzt.

Zusammenfassend lassen sich fünf Merkmale von neuen Informationsträgern, die durch IKT ermöglicht werden, identifizieren:

  1. Der Informationsträger ist selbst aktiv; d.h., er kann "die gespeicherten Informationen (wenigstens im Prinzip) anwenden; somit ist er selbst Wissensträger, Agent".
  2. Der Informationsträger ist interaktiv, d.h., er kann, da er selbst Agent ist, mit anderen Agenten interagieren.
  3. Der Informationsträger ist sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht ubiquitär, d.h., die Informationsobjekte auf dem Träger sind von räumlich weit verteilten Agenten bei gleichzeitiger Beständigkeit der Informationen über die Zeit nutzbar.
  4. Der neue Informationsträger vernetzt bisher isolierte Informationsobjekte. Aufgrund der Vernetzung entstehen neue Informationsobjekte. Heute spricht man in diesem Zusammenhang auch von Mash-up.
  5. Der Informationsträger ist multimedial, d.h., er ist fähig, textliche (alphanumerische), akustische, optische und kinetische Informationen aufzunehmen, zu speichern, zu übertragen und wiederzugeben. Als aktiver Informationsträger kann er die multimedialen Informationen auch be- und verarbeiten.

Text entnommen: Stähler, Patrick (2001). Geschäftsmodelle in der digitalen Ökonomie: Merkmale, Strategien und Auswirkungen, Josef Eul Verlag, Köln-Lohmar, S. 107. Für Kommentare bin ich dankbar. Bitte schicken Sie eine Email an Patrick.Staehler[at]gmail.com.             

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